Liebe(r) Besucher(in) dieser Seite

gerne würde ich Euch wirklich jeden Tag eine neue Geschichte hereinsetzen aber manchmal "fehlen" sie mir einfach - dann habe ich eben nichts zu sagen. Frei nach einer meiner Lieblingsstellen im Prediger: Es gibt eine Zeit Geschichten zu veröffentlichen und es gibt eine Zeit zu schweigen. Wenn jedoch einer von Euch mal eine schöne Geschichte für diese Seite hat - einfach per Mail schicken.... - übrigens macht es auch Spaß aktiv zu sein ;-)

Vielen Dank für das Verständnis

Einfach zu schön ausgedrückt.....

... um wieder zu verschwinden ist diese chassidische Beschreibung:

"Gutes tun sollst du, als gäbe es keinen G"tt und alles hinge von dir ab -
und zugleich beten sollst du, in der Überzeugung, dass alles von G"tt abhängt."

Wenn jemand nun einwirft, dass er viel zu gering sei, um durch seine Taten dem Rad der Geschichte in die Speichen zu greifen, so antworte man ihm:

"Zu jeder Zeit soll der Mensch die Welt so ansehen, als wäre sie zur Hälfte gerecht und zur anderen Hälfte schuldig.
Und diese eine Tat, die du in diesem Augenblick zu tun dich anschickst, sie gibt den Ausschlag,
ob die Welt gerecht oder schuldig gesprochen wird. Auf dich und deine Tat oder Unterlassung jetzt und hier kommt alles an."

gefunden in "Warum kommt er nicht?" von Pinchas Lapide


Geschichte des Tages

Die Bibel und das Bett

Um 1820 lebte in Witzhelden der Schuhmacher Breidenbach mit seiner Familie. Sie waren bitter arm, aber fröhlich im Glauben. Als das dritte Kind unterwegs war, brauchten sie dringend ein Bett. So traf es sich gut, daß im Wirtshaus eine Versteigerung von Hausrat angesagt war. Der Schuster Breidenbach nahm die gesamten Ersparnisse von 17 Talern, um ein Bett zu ersteigern. Als erstes wurde eine wunderschöne alte Familienbibel angeboten. Die Leute im Wirtshaus waren angetrunken und heiter und machten ihre Witze über die Bibel. Ein Kaufmann bot ein paar Groschen, um die Bibel als Einwickelpapier zu benutzen. Breidenbach bot dagegen, denn er konnte nicht mit ansehen, wie sie das kostbare Bibelbuch entwürdigten. Die Leute trieben nun den Preis hoch, um den armen Schuster zu ärgern. Schließlich bekam er die Bibel für seine 17 Taler. Das Bett war vergessen. Zu Hause machte seine Frau ihm bittere Vorwürfe, und er sagte nur ganz ruhig:

"Ich habe es nicht ertragen, wie sie das heilige Buch verspottet haben!"

Am nächsten Tag erschien in aller Frühe der Müller aus der Nachbarschaft und brachte ein Bett mitsamt Bettzeug und bat den Schuster dringend, das Zeug ohne Aufsehen anzunehmen, da er sonst von seiner Frau was zu hören bekomme. Die Müllersfrau hatte die Geschichte gehört und sofort alles für die Schusterfamilie zurechtgemacht. Sie schickte ihren Mann mit den besten Grüssen und schenkte der Familie Breidenbach das Bett. Nun versöhnten sich auch die Eheleute wieder, und Breidenbach las am Abend seiner Frau am Abend aus der alten Bibel den 37. Psalm vor:

"Hoffe auf den Herrn und tu Gutes. Habe deine Lust am Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünscht. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, der seinen Mutwillen treibt. Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluss der Gottlosen!" (Psalm 37, 3f, 7.16)


Eingesendete Geschichten stammen auch von

Renate - und natürlich Silvia

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Newsticker


weitere Geschichten

Viele der aufgeführten Geschichten sind aus "Chassidische Geschichten" von Martin Buber nacherzählt