das Hausgesind

06.01.06


Eine sehr alte Frau, die in ihrer Jugend als Magd in Rabbi Elimelechs Haus gedient hatte, pflegte, wenn man sie um Erzählungen vom Zaddik bedrängte, zu sagen: «Ich weiß nichts. Nur auf eins besinne ich mich noch. Unter der Woche war allweil Streit in der Küche, wie es bei Mägden so der Brauch ist. Aber am Vorabend des Sabbats kam etwas über uns, daß wir einander um den Hals fielen und eine die andere bat: <Mein Herz, vergib mir, was ich dir diese ganze Woche angetan habe!>»